Ebenezer Operation Exodus ist eine übergemeindliche, christliche Organisation mit Hauptsitz in Bournemouth, England. Unter der Leitung von Gustav Scheller wurde Ebenezer 1991 ins Leben gerufen. Damals trafen sich eine Gruppe von Fürbittern aus verschiedenen Ländern während des Golfkrieges in Jerusalem. Gott rief sie dazu auf den Juden aus dem „Land des Nordens“ zu helfen nach Israel heimzukehren. Seitdem durften wir mit Gottes Hilfe über 160.000 jüdischen Menschen bei ihrer Rückkehr nach Israel helfen. Die Juden kamen aus den Ländern der früheren Sowjetunion und reisten per Schiff und auf Flügen, letztere bezahlt von der Jüdischen Agentur. Mittlerweile hat Ebenezer ein Team von über 250 Mitarbeitern in mehr als 60 Nationen auf allen Kontinenten.

Bis heute befinden sich die meisten unserer Stützpunkte in der ehemaligen Sowjetunion. Der Name „Ebenezer“ leitet sich von 1. Samuel 7,12 ab und bedeutet „Stein der Hilfe“, oder „Bis hierher hat der Herr uns geholfen.“

Viele Bibelstellen drücken Gottes Versprechen aus, dass ER eines Tages sein Volk zurück bringt in das Land, welches ER ihnen gab. Z.B.: „Vom Sonnenaufgang her werde ich deine Nachkommen bringen und vom Sonnenuntergang her werde ich dich sammeln! Ich werde zum Norden sagen „Gib her“ und zum Süden „Halte nicht zurück“ (Jesaja 43,5-6).
Ein Beweis der Treue Gottes zu seinem Wort ist die Tatsache, dass das jüdische Volk wiederum als Nation im Land Israel lebt. Die Wiederherstellung Israels ist äusserst wichtig für die Kirche/Gemeinde und zeigt deutlich, dass wir in „den letzten Tagen“ leben.

Wenn jüdische Menschen nach Israel einwandern, dann “machen sie Aliyah”. Dies ist ein hebräischer Begriff, mit der Bedeutung von „hinaufkommen“ oder „hinaufsteigen“. Unsere Aufgabe besteht darin, jüdische Menschen auf zu suchen, ihnen Gottes Verheissung für ihre Wiederherstellung in ihrem Land kund zu tun und ihnen bei der Rückkehr zu helfen. Ebenezer kann ihnen darin nur behilflich sein, denn ist es doch Gott, der das Gelingen schenkt. Solche Menschen, die auf dieses Rückkehr Angebot eingehen, sind „Olim“.

Menschen aus verschiedenen Ländern dienen bei Ebenezer als Volontäre. Sie arbeiten vor allem im Gebiet der früheren Sowjetunion, aber auch in Lateinamerika und suchen jüdische Menschen auf. Dabei informieren sie über die Möglichkeiten nach Israel auszuwandern. Das Aufsuchen der Juden nennen wir „Fischen“. Der Herr warnt im Buch Jeremias sein Volk vor den Jägern, die sie jagen werden, sollten sie nicht freiwillig das Land verlassen wollen. Schon im Jahre 1930 wurden die Juden gejagt und die Heilige Schrift sagt, dass es nochmals geschehen wird (Jeremia 16,16).

„Fischer Teams“ verteilen auch oft humanitäre Hilfe in Form von Lebensmitteln und Kleidern an Menschen in grosser Not. Die Verteilung ist ein kraftvolles Zeugnis der christlichen Liebe in Aktion. Die Ebenezer Teams helfen auch beim Beschaffen der benötigten Dokumente bei solchen, die nach Israel ausreisen wollen. Dies ist oft keine leichte Aufgabe.

Seit 1991 hat Ebenezer über 170 Schifffahrten organisiert, damit jüdische Menschen nach Israel Alijah machen konnten (von der Ukraine nach Haifa). Im Jahre 2005 verdeutlichte der Herr dem Ebenezer Vorstand, die Schifffahrten einzustellen. Dadurch konnten nun die Transport Wege für jüdische Familien zum Flugplatz ausgebaut werden. Somit hat Ebenezer ein Netzwerk von Stützpunkten mit Teams errichtet, die den jüdischen Menschen beim Erreichen der Flugplätze und ihrer Flüge nach Israel behilflich sind. In Direktflügen aus den grösseren Städten der früheren Sowjetunion fliegen die Juden nach Tel Aviv – „Wer sind diese, die wie eine Wolke geflogen kommen und wie eine Taube zu ihren Schlägen?“ (Jesaja 60,8).

Bedeutet das, dass Christen den Juden behilflich sind, um nach Israel zurück zu kehren?

Ja, richtig, denn die Bibel sagt: ‚So spricht der Herr: „Siehe, ich werde meine Hand zu den Nationen hin erheben und zu den Völkern hin mein Feldzeichen aufrichten. Und sie werden deine Söhne auf den Armen bringen und deine Töchter werden auf der Schulter getragen werden.“ (Jesaja 49,22)