image-95

Hilfe im Sturm

Die Terroranschläge in Frankreich, von denen einer spezifisch Juden galt, haben uns bewusst gemacht, dass wir Krieg im Land haben. Dazu kommen die schwere wirtschaftliche, soziale und moralische Krise sowie eine unerbittliche Zunahme des Antisemitismus mit einer Verdoppelung einschlägiger Taten 2014 gegenüber dem Vorjahr.

Die Ereignisse im Sommer 2014 waren eine Reaktion auf den Gaza-Krieg; sie zeigten, dass die radikalen Islamisten nicht die Einzigen in unserem Land sind, die mit schrecklichen „Tod den Juden“- Symbolen ihren gewaltbereiten Judenhass offen zur Schau tragen. Banner französischer Gewerkschaften und Parteien gesellten sich unbekümmert islamistischen Flaggen bei.

Seit den Morden von Toulouse 2012 mit vier jüdischen Opfern, also schon lange vor den Vorfällen Anfang dieses Jahres, leben die Juden unseres Landes in ständiger und zunehmender Angst. Man zeigt mit Fingern auf sie, und wenn sie es wagen, vergessliche Mitbürger an die Schrecken des Holocausts zu erinnern, wirft man ihnen vor, sie trügen ihre Opferrolle vor sich her und wollten Kapital daraus schlagen.

Seit Juli 2014 hat Ebenezer Frankreich über 110 bedürftigen Juden geholfen, darunter 70 Kindern – mehr als der Hälfte von ihnen allein im Januar 2015. Wenn schon die letzten Vorfälle eine ganze Reihe von Familien im Raum Paris dazu brachte, ihre Ausreise voranzutreiben, werden künftige Ereignisse eine weit größere und landesweite Auswanderungswelle anstoßen. In diesem Wissen müssen wir uns vorbereiten – und darauf vertrauen, dass Gott uns mächtig helfen wird.

Wir brauchen mehr Finanzen, um unser Team zu erweitern und Volontäre zu schulen. Vor allem brauchen wir aber Gebetsunterstützung, damit wir in dem bevorstehenden Sturm Juden helfen können, dahin zu gehen, wo der Herr sie erwartet: Israel.