image-56

Seine Söhne kommen vom Westen

Dieses Jahr begann mit einem Paukenschlag: Das entsetzliche Attentat gegen Juden in Paris erschütterte nicht nur die Nation Frankreich, sondern auch ganz Europa und viele andere Teile der Welt. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini kommentierte: „Ein Europa, in dem jüdische Eltern Angst haben, ihre Kinder zur Schule zu schicken, ist kein Europa mehr.“

Die Juden in Frankreich fühlen, dass sie nicht mehr länger dort leben können. Sie haben Angst, zum Supermarkt und zur Synagoge zu gehen, weil sie ermordet werden könnten. Sie wissen, dass sie weggehen müssen. Bei der Bestattung der Opfer von Paris sagte der israelische Präsident Reuven Rivlin: „So wollten wir eure Rückkehr nach Israel nicht. Wir wollten nicht, dass ihr auf diese Weise nach Hause kommt, nach Israel und in seine Hauptstadt Jerusalem. Wir wollten euch lebend haben, wir wollten das Leben für euch.“ Weiterlesen

image-95

Hilfe im Sturm

Die Terroranschläge in Frankreich, von denen einer spezifisch Juden galt, haben uns bewusst gemacht, dass wir Krieg im Land haben. Dazu kommen die schwere wirtschaftliche, soziale und moralische Krise sowie eine unerbittliche Zunahme des Antisemitismus mit einer Verdoppelung einschlägiger Taten 2014 gegenüber dem Vorjahr.

Die Ereignisse im Sommer 2014 waren eine Reaktion auf den Gaza-Krieg; sie zeigten, dass die radikalen Islamisten nicht die Einzigen in unserem Land sind, die mit schrecklichen „Tod den Juden“- Symbolen ihren gewaltbereiten Judenhass offen zur Schau tragen. Banner französischer Gewerkschaften und Parteien gesellten sich unbekümmert islamistischen Flaggen bei. Weiterlesen

image-130

Flucht aus der Ukraine

Die aktuelle Ukraine-Krise bewegt viele Juden, Aliyah zu machen. 2014 halfen wir über tausend jüdischen Menschen, nach Israel zu gehen. Vor Kurzem brachten wir Eduard und Anna zu ihrem Flug nach Tel Aviv. Eduard sagte immer wieder: „Danke, Danke!“ Sie waren so dankbar für unsere Hilfe.

Eduard und Anna aus Donjezk in der Ostukraine, wo es in letzter Zeit schwere Kämpfe gegeben hatte, waren selbstständig gewesen. Anna hätte schon längst Aliyah gemacht, aber Eduards Geschäfte hatten ihn in der Ukraine gehalten, trotz der vielen Verwandten in Israel. Auch ihre Tochter und Enkelin waren schon dort. Weiterlesen

image-011

Wirken, solange es Tag ist …die Nacht kommt

„Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.“ Johannes 9,4 Auf der England-Konferenz im Juni berichtete Vadim Rabochiy, Osteuropa-Regionaldirektor von EEFI, von dem Angriff pro-russischer Separatisten auf ein Kurierfahrzeug im Gebiet Luhansk, Ost-Ukraine. Das Fahrzeug wurde samt seiner Ladung zerstört.

Nicht besonders nachrichtenwürdig? Nun, in dem Fahrzeug war auch ein Stapel frisch ausgestellter Reisepässe – für die Antragsteller das Ende eines langen Weges. In den momentan herrschenden Unruhen weiss keiner, ob die zerstörten Pässe jemals ersetzt werden; für eine Reihe von jüdischen Familien, die sich auf ihre Aliyah vorbereiteten, war das deshalb ein schwerer Schlag. Unter den gegenwärtigen Bedingungen bleibt es ein schwieriges Unterfangen mit ungewissem Ausgang, einen neuen Pass zu erhalten. Weiterlesen

image-042

Hilfe für ukrainische Kriegsopfer

Während des Ukraine-Konflikts haben unsere Mitarbeiter jüdischen Menschen nicht nur im Land geholfen, sondern auch in Russland, wo viele Zuflucht fanden. Sie haben ihr Zuhause verlassen und sind mit fast leeren Händen geflohen. Nach dieser traumatischen Erfahrung sind wir für sie da und tun ihnen wohl, versorgen sie mit Nahrung und anderem Notwendigem. Wir ermutigen sie und helfen ihnen, in ihre wahre Heimat zu gehen, nach Israel.

Galina hatte Angst vor dem Fliegen. Sie und ihre Familie lebten in Donezk, und wäre nicht diese Angst gewesen, sie wäre sicher schon längst nach Israel gegangen. Ihre Cousine lebte schon seit 16 Jahren dort und hatte Galina und ihre Familie schon oft zur Aliyah ermutigt, aber Galina brachte es nicht über sich, in ein Flugzeug zu steigen.

Weiterlesen

image-047

Gerade noch rechtzeitig!

Der vierjährige Stasik hatte gleich mehrere gesundheitliche Probleme; er hatte erst mit drei zu sprechen begonnen. Mit seiner Mutter Jekaterina und den Grosseltern Jelena und Wladimir lebte er in Donezk.

Jekaterina konnte kein Geld verdienen, weil sie Stasik versorgen musste, so lebten sie mehr schlecht als recht von der Rente der Grosseltern. Richtig schwierig wurde es, als in den Unruhen die Rentenzahlungen eingestellt wurden. Die Familienkasse war leer und der Geldbeutel auch. Weiterlesen

image-061

Holocaust-Überlebende kehrt zurück

Den Holocaust hatte Klara als Kind erlebt. Jetzt lebte sie in Gorlowka im Gebiet Donezk, und wieder war der Krieg hinter ihr her. Klara und ihre Tochter Anna hatten wir Anfang des Jahres bei einer Lebensmittelpaket-Aktion für Holocaust-Überlebende kennengelernt.

Sie hatten sich schon lange gewünscht, Aliyah zu machen, und die Angst und die Belastungen des Kampfgeschehens gaben ihnen den Rest – sie beschlossen, jetzt nach Israel zu gehen. Klaras Enkel waren schon dort und konnten ihr die Hilfe bieten, die sie in ihrem fortgeschrittenen Alter benötigte. Weiterlesen

image-085

Aliyah Gruppen-Flug aus Deutschland

Der 27. August 2014 war ein historischer Tag für die Arbeit von Ebenezer International in Deutschland: Wir durften den ersten Aliyah-Gruppen-Flug mit insgesamt 22 Olim durchführen. Warum ist dies so bedeutend? Ebenezer möchte den jüdischen Menschen das Gefühl vermitteln, dass sie in ihrer Entscheidung, nach Israel zu gehen, nicht alleingelassen werden.

Wenn jüdische Menschen den Wunsch zur Heimkehr nach Israel spüren, werden ihnen nach Prüfung aller Dokumente und Erteilung des Aliyah-Visums von der Jewish Agency (JA) individuell die Flugtickets zugeteilt. Jeder ist dann für sich allein unterwegs. Ein Gruppenflug hat im Gegensatz dazu eine ganz andere Dynamik – man merkt: Es gibt noch andere, die auch diese Entscheidung getroffen haben. Weiterlesen