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Erklärung häufig gebrauchter Begriffe / Glossar

Aliyah — Der Vorgang, wenn ein Jude nach Israel auswandert ("Aliyah machen"). Im Hebräischen bedeutet das Wort eigentlich „hinaufgehen“ (zum Beispiel nach Jerusalem).

Aschkenasi, aschkenasischer Jude —
Jude europäischer Herkunft. Viele aschkenasische Juden leben auch in Zentralasien, wohin sie vor den Pogromen und in den Wirren des Zweiten Weltkriegs geflohen sind.

Buchara-Juden —
Eine Gruppe von Juden, die hauptsächlich in Zentralasien lebt und aus Persien stammt. In Buchara (Usbekistan), woher diese Bezeichnung kommt, gibt es heute noch eine sehr alte jüdische Gemeinde – auch unter ihnen ist Ebenezer tätig gewesen. Die Buchara-Juden sind umgeben von Moscheen, sie leben in einer islamischen Gesellschaft.

Chesed — Eine jüdische Wohltätigkeits-Organisation, die ebenfalls in der ganzen früheren Sowjetunion tätig ist. Chesed unterhält Zentren für die Juden am Ort und wird meist von JOINT unterstützt. „Chesed” bedeutet im Hebräischen „Gnade, Güte, Freundlichkeit“ – diese Organisation kümmert sich in hervorragender Weise besonders um ältere Juden.

CFI (in Deutschland CFRI) — auch bekannt als „Christliche Freunde Israels“. CFI hilft hauptsächlich den in Israel neu angekommenen russischen Juden. CFI hat Vertretungen auf der ganzen Welt und arbeitet weltweit für die Freundschaft der Christen mit Israel.

Committee of Repatriants Eine nichtchristliche Organisation, die jĂĽdische Gemeinden ĂĽber Aliyah-Hilfen informiert, besonders was die EEF-Schiffsfahrten in der Ukraine betrifft.

EEFI-EHF
: Ebenezer Emergency Fund International (Ebenezer Hilfsfonds International), gegrĂĽndet 1991 durch Gustav Scheller.
Erez Israel – Das Land Israel

Ezra —
Eine christliche “Aliyah”-Organisation mit Arbeitsgebiet in der früheren Sowjetunion. In erster Linie unterstützt Ezra ausreisewillige Juden finanziell bei der Beschaffung von Nachweisen und Reisepässen, führt aber auch „Fischer“-Einsätze durch und bietet Fahrdienste an.

Fischer — In Jeremia 16,16 lesen wir von Männern und Frauen, die hingehen unter die Völker/Nationen, wohin Gott Sein Volk der Juden verstreut hat. Sie bringen sie zurĂĽck nach Israel.  Gleich danach lesen wir von Jägern – im allgemeinen glaubt man, dass dies Verfolgung bedeutet. Der Begriff des Fischers wird von den meisten christlichen „Aliyah“-Organsiationen gebraucht.

fSU, Frühere Sowjetunion — Die Nachfolgestaaten der Sowjetunion, unabhängig seit 1991/92.

Holocaust-Ăśberlebende — jĂĽdische Holocaust-Ăśberlebende haben sich Gruppen zusammengeschlossen. Diese Juden haben Ghettos, Konzentrations- und Todeslager ĂĽberlebt, und auch andere Brutalitäten des Zweiten Weltkrieges. Die Volontäre/Freiwilligen von Ebenezer haben die immer wieder das seltene Vorrecht,  selbst mit ihnen zu sprechen und aus erster Hand von ihren Erfahrungen zu hören.

Jäger — Jäger werden erwähnt in Jeremia 16 (siehe “Fischer”). Darunter versteht man diejenigen, die schliesslich kommen und beginnen, die Juden aus ihren Verstecken zu jagen und die Juden zwingen, ihre Verstecke zu verlassen. Sie werden die Juden dazu bringen, nach Israel zu fliehen. Viele Juden zögern immer noch, nach Israel zu gehen. Sie ignorieren immer noch Gottes Warnungen, und so glauben manche, dass Gott auch antijüdische Stimmungen benutzen wird, um die Juden an den Ort zu bringen, wo Gott ihnen Zuflucht gibt. In der Folge wird Gott seine Absichten mit ihnen erreichen. In Hesekiel 39 heisst es, dass Gott keinen von ihnen zurücklassen wird. Dies scheint eine Zeit eines gewaltigen Exodus zu werden.

Jewish Agency (JA) — Die JA war wesentlich beteiligt an der Gründung des Staates Israel und hat viel zum Aufbau der humanen und physischen Infrastruktur beigetragen. Die JA hat 900 ländliche Gemeinden gegründet, Kibbuzim, Moschavim (landwirtschaftliche Kooperativen), und durch den Israelischen Ausbildungsfonds hat sie 1400 grössere Projekte ermöglicht, unter anderem Begegnungszentren, Kindergärten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Ausbildungsstätten und Hochschulen. Die JA hat knapp 2,9 Millionen Juden nach Israel gebracht, und ihnen im Integrationsprozess geholfen. Besonderer Aufmerksamkeit erfreuen sich dabei die Armen und sozial Schwachen. Wann immer und wo auch immer Juden in Gefahr oder Not waren, hat die JA ihre helfende Hand zu ihnen ausgestreckt.

Die Regierung Israels und die Jewish Agency haben ihre Beziehung vertraglich festgelegt. Ein Komitee koordiniert die Zusammenarbeit von JA und Regierung.

Die Angebote der Jewish Agency für Olim erstreckt sich über sechs Bereiche: in spezifischen Operationen Juden retten und nach Israel bringen; Juden erreichen und ihnen bei der Aliyah behilflich sein; Israelreisen für potentielle Olim; Hilfe für Olim mit besonderen Bedürfnissen; Iwrith-Unterricht; Einführung in die israelische Kultur und das jüdische Erbe. So unterstützt die JA die Eingliederung der Neueinwanderer und hilft ihnen, ihre jüdische Identität zu finden, damit sie ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen können.

JOINT — Eine von wohlhabenden Juden freigebig unterstützte amerikanische Hilfsorganisation für Juden in der ganzen fSU, die grosszügig humanitäre Hilfe verteilt, auch Medikamente und andere Hilfsmittel. JOINT arbeitet eng zusammen mit Chesed.

MIR — Eine christliche Organisation, die Olim zum Abflughafen bringt.

Olim — Hebräisches Wort für Juden, die nach Israel auswandern.

Repatrianten — Menschen, die in ihr angestammtes Heimatland zurückkehren, hier: Juden, die sich auf ihre Aliyah vorbereiten oder Aliyah gemacht haben.

Sochnut — eine andere Bezeichnung für die JA. Ein Zweig der JA, dessen Niederlassungen in der ganzen ehemaligen Sowjetunion zu finden sind. Sochnut organisiert alle Aliyah-Flüge für die Juden aus der fSU. Ebenezer arbeitet mit Sochnut zusammen: Wir bringen die Olim mit ihrem Gepäck zum Flughafen, Sochnut finanziert den Flug.

Streams in the Desert (Ströme in der Wüste) — Eine junge Organisation mit Sitz in England, die einen sehr wichtigen Dienst tut: Streams bietet älteren Juden aus der ehemaligen Sowjetunion in Israel ein Zuhause an, ohne welches sie nicht Aliyah machen könnten. Sehr oft haben diese Juden keine Familie mehr, niemand würde sich in Israel um sie kümmern. Die Leiterin, Helen Mears, bereist regelmässig die Länder der fSU und ermutigt auf ihren „Fischzügen“ ältere Juden, Aliyah zu machen.
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